Veranstaltungs - Rückblick


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Kreisversammlung Waldshut 

am Dienstag, 1. Dezember 2009
im Gasthof-Pizzeria Zum Kranz bei Fam. Gehring-Villano  in Klettgau-Grießen

Basispolitik bei der Herbstversammlung Waldshut

Ihre 110 Mitglieder hatte die Kreisstelle Waldshut  zur Herbstversammlung am 1. Dezember 2009 eingeladen. Neben dem Austausch der Branche prägten Informationen zur Steuerpolitik, zum Gaststättenrecht, zu Betriebswirtschaft und Unternehmergewinn sowie aktuelle Rechtsfragen die Veranstaltung.

Diese fand im wunderschönen Wintergarten des Gasthof Restaurant Zum Kranz bei Familie Gehring-Villano in Klettgau-Griessen statt, wo der Kreisvorsitzende Hermann Pfau seine Gäste traditionell mit einem Weckmann begrüßte und eingangs die starke Lobbyarbeit des DEHOGA darlegte. Die Forderung an die Landesregierung, die das Gaststättengesetz vom Bund als Landesgesetz übernimmt, nach Abschaffung der präventiven Konzessionspflicht sowie die Verkürzung der Sperrzeit standen dabei ganz oben. Engagiert zeigten er und Vorstandskollege Thomas Zimmermann sich beim Thema Senkung der Mehrwertsteuer, worüber im Plenum eine kontroverse aber konstruktive Diskussion geführt wurde. Zimmermann kritisierte die Benachteiligung der reinen Gaststätten durch den Gesetzgeber scharf. Der frühere Kreisvorsitzende Erich Bercher bestärkte die Mitglieder darin, mit gleichem Nachdruck wie bislang, zusammen weiter für die Senkung der Mehrwertsteuer auch für die Gastronomie zu kämpfen. Konsens bestand schließlich darin, dass die Hotellerie zu erkennen geben sollte, dass eine Senkung der MwSt. auch sichtbare und weitreichende Folgen hätte, sei es durch Weitergabe an das Handwerk durch Investitionen, wodurch auch andere Branchen mittelbar profitieren, sei es durch Ermäßigung von Übernachtungspreisen oder bei der spürbaren Verbesserung des Angebots für die Gäste, wie Pfau betonte.

Einem betriebswirtschaftlichen Fortbildungskurs gleich kam der Vortrag des Landesvorstands und Vorsitzenden des Beirates Gastronomie beim DEHOGA Bundesverband Waldemar Fretz, der sich der Sicherung eines ausreichenden Unternehmergewinns widmete. Sichtlich bewegt schilderte der Inhaber des Hotel-Restaurant Höpfner Burghof in Karlsruhe die Umstände, unter denen manch Kollege im vermeintlichen Rentenalter wegen mangelnder Altersvorsorge leben und schaffen müsste. Wer mit Partner keine monatliche Rente von 3.000,- Euro im Alter erziele, der werde es in der Rente schwer haben. Um den erforderlichen Bedarf zu erzielen, mahnte Fretz, seien mindestens 800,- Euro im Monat in die Altersvorsorge zu investieren, was nur bei richtiger Kalkulation der Verkaufspreise funktioniere. Hierfür bot Fretz ein selbst entwickeltes, leicht zu bedienendes Computerprogramm an, mit dem der zu erzielende Verkaufspreis unter Berücksichtigung eines angemessenen Unternehmerlohnes zu errechnen ist und führte  didaktisch sehr beflissen in dieses ein. Interessenten bot er das Programm über rezeption@hoepfner-burghof.de an.

Über die speziellen Regelungen zur Sperrzeitverkürzung, die seit dem 01.01.2010 in Kraft ist, unterrichtete DEHOGA Jurist Alexander Hangleiter (s.a. Leitartikel des Kurier Dezember 2009). Er erläuterte ferner die seit dem 01.01.2010 geltende Verpflichtung des Arbeitgebers zur Meldung der Entgeltdaten aller Mitarbeiter über das „Elena“-Verfahren, mahnte dabei aber die vorgeschriebene, wachsende Preisgabe immer weiterer Daten an und forderte zu mehr Sensibilität bei der Abgabe persönlicher Daten auf. Erörtert wurde die Forderung der GEZ, wiederholt Unterschriften zu bereits bestehenden Einzugsermächtigungen abzugeben, sowie das bei vielen Banken noch nicht eingeführte SEPA-Verfahren, ein Verfahren zur Vereinfachung des internationalen Zahlungsverkehrs in Europa. Hangleiter wies auf mögliche Risiken des SEPA-Lastschriftverfahrens für Unternehmer hin, bei dem unter Umständen streitige Geldeinzüge nicht einfach über die Bank zurück geholt werden können, sondern unter Umständen bei dem Einziehenden geltend gemacht werden müssen.

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